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60plus: Aktive Beteiligung in allen Bereichen

Lothar Binding in Niestetal zu Gast

Niestetal. ‚ÄúDie Jungen werden immer √§lter, die Alten werden immer j√ľnger‚Äú, so beschreibt der Bundesvorsitzende der SPD Arbeitsgemeinschaft 60 Plus, der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding, die sich in den letzten Jahrzehnten vollzogene Ver√§nderung innerhalb der √§lteren Generation.

Vor der √∂ffentlichen Veranstaltung der AG 60plus zum Thema Finanzpolitik in Niestetal traf er sich mit seinem Abgeordnetenkollegen Timon Gremmels, dem ehrenamtlichen Vertreter des B√ľrgermeisters, Werner Nicolaus, dem k√ľnftigen B√ľrgermeister Marcel Br√ľckmann, seinem ehemaligen Kollegen und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft 60plus Ullrich Messmer.

60plus mit Lothar Binding in Niestetal
60plus mit Lothar Binding in Niestetal

Dabei erläuterte er, wie seine Arbeitsgemeinschaft auf die veränderten Bedingungen in Deutschland und Europa reagiert.

War bis vor einigen Jahren der Schwerpunkt in der politischen Arbeit die Schaffung von altersgerechten Angeboten und Hilfen bei der Bewältigung des täglichen Lebens älterer Menschen, so erheben heute Menschen, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden den Anspruch aktiver Beteiligung und politischer Mitgestaltung in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Die Generation der Menschen, die aus dem aktiven Arbeitsleben ausscheiden hat mehr verdient als nur Betreuungsangebote zu erhalten. Sie gestalten im gesellschaftlichen und politischen Umfeld aktiv mit, √ľbernehmen Verantwortung und bilden so eine verl√§ssliche Grundlage f√ľr die politischen Entscheidungen auf allen Ebenen des Landes.

Lothar Binding, Bundestagsabgeordneter mit Wurzeln in Niestetal, findet den Ort gerade aktuell als eines der besten Beispiele. In der Zeit vom Ausscheiden des bisherigen B√ľrgermeisters (Andreas Siebert wechselte in das Amt des Kreisbeigeordneten) bis zur Amtseinf√ľhrung seines Nachfolgers Marcel Br√ľckmann im September leitet Werner Nicolaus mit 73 Jahren als erster Beigeordneter die Geschicke Niestetals.

Mit der Erfahrung jahrzehntelanger ehrenamtlicher Kommunalpolitik ist dies in der Verwaltung und den politischen Gremien reibungslos verlaufen und belegt, dass es selbstverständlich ist, auch im Alter Verantwortung wahrzunehmen und nicht nur“ regiert“ werden zu wollen.

Diesen Anspruch erhebt die Arbeitsgemeinschaft 60 plus √ľber die kommunale Ebene hinaus. Gerade weil vieles in der Politik, aber auch in der SPD, ver√§ndert werden muss, erhebt die Arbeitsgemeinschaft den Anspruch auf allen Ebenen und in allen politischen Fragen Einfluss zu nehmen und mit zu gestalten, auch personell.

So werden in Niestetal Angebote aller Vereine und kultureller Initiativen unterst√ľtzt und Veranstaltungsorte bereitgestellt. Eine Entwicklung die Werner Nikolaus seit Jahrzehnten begleitet und von der alle profitieren. Dies best√§tigt nachdr√ľcklich Marcel Br√ľckmann, selbst bis vor kurzem ehrenamtlicher Gemeindevertreter, f√ľr den dieses Umfeld das Engagement erst m√∂glich gemacht hat und der sich nicht vorstellen kann, ohne aktives ehrenamtliches Engagement Kommunalpolitik zu gestalten.

Was in Niestetal seit Jahrzehnten selbstverst√§ndlich ist, n√§mlich den B√ľrgerinnen und B√ľrgern und ihren Familien aktive Beteiligungsm√∂glichkeiten neben und nach dem Erwerbsleben zu erm√∂glichen muss noch st√§rker im Bewusstsein der breiten Bev√∂lkerung verankert werden.

Mit Blick auf k√ľnftige Mehrheiten in Land und Bund ist dies unverzichtbar, erl√§utert der Unterbezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Ullrich Messmer. Au√üenpolitik, Europa, Finanzpolitik, Gesundheit und ein Einkommen, dass auch √§lteren Menschen ein menschenw√ľrdiges Leben garantiert, sind Themen mit denen sich die Landkreis Arbeitsgemeinschaft befasst, wobei das gesellige Beisammensein nicht vernachl√§ssigt wird. Ein solches Beispiel ist die heutige Veranstaltung zum Thema Verteilung, Steuern und Steuerflucht.

Hier hakt Timon Gremmels ein, der kein Hehl daraus macht, dass sich nur Reiche einen schwachen Staat leisten k√∂nnen und deshalb mehr Verteilungsgerechtigkeit fordert. Vor allem m√ľssen die Kommunen, in ihr leben die Menschen schlie√ülich, in die Lage versetzt werden, dies auch finanziell leisten zu k√∂nnen. Dazu muss nach seiner Meinung schnellstens die kommunalfeindliche Landespolitik ge√§ndert werden, sagte mit Blick auf die im Oktober stattfindenden Landtagswahl.

Veröffentlicht: 03.08.2018

© SPD Unterbezirk Kassel-Land
Datum des Ausdrucks: 21.10.2018